Kräuterwanderungen - Landfrauenkreisverband Ahrweiler

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Kräuterwanderungen

Veranstaltungen
Brennnessel, Gänseblümchen, Löwenzahn & Co.

Heimische Wildkräuter erkennen, bestimmen – Verwendung in der Küche

Burgbrohl-Buchholz. Zu diesem Thema hatte der Landfrauenkreisverband Ahrweiler  rund um die Propstei Buchholz eingeladen. Das Thema fand einen so großen Anklang, dass gleich zwei Termine  vergeben wurden. Unter der Führung von Gerlinde Brenk, Dipl. Kräuterfachfrau und Anke Haas, ebenfalls Kräuterfachfrau, fanden am 03. und 10. Mai mit jeweils 15 Teilnehmern die Veranstaltungen statt. Nach einer kleinen Vorstellungsrunde der Teilnehmer und der Frage, was sie bewegt hat, an diesem Rundgang teilzunehmen, startete die Gruppe die Wanderung.  Bewaffnet mit kleinem Korb, Gartenhandschuh (für die Brennnesseln) Tüte oder Tasche ging es los. Was man nicht alles so an Wildkräutern am Wegesrand entdeckt: Knoblauchrauke, Feldsalat, Vogelmiere und vieles mehr. Viele der Teilnehmer konnten diese sogar selbst bestimmen. Und bei Unschlüssigkeit standen Gerlinde Brenk und Anke Haas mit Rat und Tat und mit einigen Aufklärungen  bezüglich einiger Falschannahmen zur Seite: Löwenzahn z. B., die Milch, die beim pflücken der Pflanze austritt, sei giftig. Stimmt nicht. Löwenzahn kann komplett verzehrt werden. Allerdings lässt sich der Milchfleck auf der Kleidung nicht gut entfernen. Eine reine Vorsichtsmaßnahme der Erwachsenen bezüglich Fleckentfernung auf der Kleidung.  Gänseblümchen wachsen auf vielen Wiesen und Rasenflächen, auf denen kleine Kinder spielen, die sie als Spielmaterial verwenden und ungewaschen in den Mund stecken. Sie sind nicht nur ungiftig, sondern auch sehr gesund und schlau: sie richten ihre Blüten immer nach der Sonne. Die Blickrichtung der Gänseblümchen wandert mit der Sonne von Osten nach Westen und sie schließen sich abends. Man sagt auch, dass sie Regen vorhersagen können. Dann nämlich schließen sich die Blüten und man darf hoffen, dass der Regen das Gießen übernimmt – mit ihrem herrlichen Lächeln toppen sie jeden Salat.
Die Brennnessel brennt wenn man versucht, sie ohne Schutz zu pflücken. Deshalb lieber mit Handschuh. Sie ist sehr vielseitig einsetzbar und findet Verwendung in der Medizin, Kosmetik, als Jauche zum Gärtnern und natürlich in unserer Ernährung.
Die Wanderung führte zum „Weinbergstempel“, erbaut von Mönchen eines ehemaligen Klosters
mit einem Weinberg, wo eine kleine Rast eingelegt wurde und eine erfrischende Überraschung auf uns wartete. Gerlinde Brenk hatte eine Giersch-Schorle angesetzt und mitgebracht, sehr, sehr lecker. Ja, Sie lesen richtig, Giersch. Jeder normale Gärtner verflucht dieses lästige „Unkraut“ aus seinem Garten; er wuchert und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen.  Giersch ist ein wohlschmeckendes und gesundes Wildgemüse. Er erinnert roh im Geschmack an Petersilie und gekocht schmeckt er wie kräftiger Spinat.  Nach kurzer Rast ging es dann wieder zurück zur Propstei, wo dann doch noch ein bisschen Arbeit auf die Teilnehmer wartete. Die auf der Rundtour gesammelten Wildkräuter mussten verarbeitet werden bevor die von Gerlinde Brenk und Anke Haas vorbereiteten Köstlichkeiten aus und mit Wildkräutern wie Brennnesselfladen, Gänseblümchendip, ein grüner Smoothie aus Brennnesseln Obst, Gänseblümchen und Löwenzahn, frischer Salat getoppt mit Gänseblümchen, Brennnesseln und Löwenzahn, aufgetischt zum kleinen „wilden Buffet“ verzehrt werden konnten. Eifrig und mit einem regen Austausch über das Erfahrene zum Thema Wildkräuter und über Dies und Das  wurde mit sichtlich viel Spaß eine herrliche Brennnesselbutter hergestellt, aus eigens gesammelten Brennnesseln, die dann mit nach Hause genommen wurde.

Am Ende war man sich einig: Es war ein herrlicher und informativer Nachmittag und das nicht nur vom Wetter her, eine herrliche kleine Auszeit mit Interessierten und mit einer, wenn vielleicht auch kleinen Einsicht,  dass eine wilde Ecke im Garten wichtig und hilfreich für die Natur und die Insekten ist und gesund für uns, wenn wir das Wildgemüse in den Speiseplan einbauen.
 
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