- Landfrauenkreisverband Ahrweiler

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Position der Landfrauen
zu wohnortnahen Versorgung mit Kliniken für Geburtshilfe und Gynäkologie im ländlichen Raum

Seit 1991 sank deutschlandweit die Anzahl der Geburtsstationen um 40 Prozent. Der bundesweite Trend zeichnet sich auch in Rheinland-Pfalz ab. In den Jahren von 2009 bis 2017 ist die Anzahl der Kliniken mit Geburtshilfe um 20 Standorte von 52 Kliniken auf 32 zurückgegangen; demgegenüber stand eine Zunahme von Geburten um knapp 7000. Neben Germersheim wurde inzwischen auch die nahegelegene Standort Daun geschlossen.

Die Landfrauen sehen die Entwicklung mit Sorge und fordern von der Politik die Sicherstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land mit der wohnortnahen Versorgung der Frauen und werdender Mütter. Mit dem Wegfall der Geburtshilfeabteilungen verändert die komplette Infrastruktur der frauengesundheitlichen Leistungspalette. Die Wege für die Frauen – auch bei auftretenden Schwangerschaftsbeschwerden - verlängern sich. Die Gesundheit von Müttern und Kindern wird aufs Spiel gesetzt. Besonders kritisch stellt sich die Situation an Wochenenden, Feiertagen, nachts und in Ferienzeiten. Eine weitere Gefahr liegt auch darin, dass bei Wegfall einer Geburtsklinik die Geburten in den umliegenden Kliniken steigen. Dies meist ohne rasche Anpassung von Personal und Raumangeboten. Die Auswirkungen auf die ohnehin bereits problematischen Arbeitsbedingungen in den Geburtsstationen, wo die Hebammen oftmals bis zu 5 Gebärende gleichzeitig betreuen, verschärfen sich zwangsläufig.
Es liegt auf der Hand, dass junge Paare, die Familien gründen möchten und junge Familien in einem ländlichen Raum ohne wohnortnahes geburtsmedizinisches Versorgungsnetz keine Zukunft sehen.

Die Landfrauen fordern: Stoppt die Schließungen der Geburts- und Gynäkologiestationen in Rheinland-Pfalz. Sie fordern ein Umdenken von Politik, Krankenhäusern und Krankenkassenverbänden bezüglich der Rahmenbedingungen zur Bereitstellung von Gesundheitsleistungen rund um die Geburt zum Wohle der Frauen, speziell in den ländlichen Regionen. Unterstützt werden sie dabei von der Bundeselterninitiative Mother Hood e.V. und dem Hebammen-Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Wir Landfrauen bitten um Unterstützung des Anliegens. Wir führen eine Unterschriftenaktion durch und bitten um Unterschriften auf der anliegenden Liste. Sprechen Sie ebenfalls Freunde, Nachbarn, Bekannte an, sammeln Sie Unterschriften und reichen die Liste bis zum 20.9.2019 an den Landfrauenverband weiter.




 
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